Der Name

Woher stammen die Namen Rumeln und Kaldenhausen ?

Rumeln

In den Werdener Urbaren gibt es unterschiedliche Schreibweisen. Die erste war „Rumolohon“ bis daraus später Rumeln wurde.

Dabei kann man die Silbe „rum“ mit „Raum“ (althochdeutsch), „freier Platz“ (altsächsisch) oder „Lagerstätte“ (angelsächsisch) deuten. „loh“ findet seine Übersetzung im Althochdeutschen mit „niederes Gehölz“, „Gebüsch“, „bewachsene Lichtung“ und das germanische „lauh“ deutet auf ein „Gehölz mit lichten Stellen“ hin.

Vieleicht sollte der Name Rumeln eine „Lichtung im Busch“ beschreiben. Dabei würde von einer schwach bewaldeten Auenlandschaft (Rumeln lag einmal nahe am Rhein, Schwafheimer Meer) ausgegangen, die durch Überschwemmungen nur mit niedrigen Krüppelholz bewachsne ist.

Eine andere Interpretation (durch F.A.Meyer: „Die Landnahme der Industrie im Rheinhauser Raum) wandelt den Namen Rumeln in „Waldland“ (lo,loh,lon = wald). Hier ist zu bedenken, daß der Nordteil Rumelns immer schon höher gelegen war und mit dem Mühlenwinkel ein ausgeprägtes Waldgebiet bestanden hat.

Letztendlich kann keine konkrete Aussage über die Bedeutung des Ortsnamens Rumeln gemacht werden.

Kaldenhausen

Das Wort „Calo“ ist wahrscheinlich grundlegend für die Namensgebung von Kaldenhausen. Es stammt aus dem Römischen und bedeutet soviel wie „Pferdestall“. Bedenkt man, das Kaldenhausen am Verbindungsweg zwischen Köln und Xanten gelegen ist, so kann man sich vorstellen, daß hier eine „Pferdestation“ (Haltestelle, Reparatur) gelegen haben könnte. Der Anhang „hausen“ dagegen stammt aus dem Sächsischen: „huzin“, „husin“, was soviel bedeutet wie „Siedlung“. SACHSEN in Kaldenhausen?, JA!, nachdem sich die Römer zurückgezogen haben kämpften Sachsen und Franken um das linsrheinische Gebiet und später wurden durch Karl d.Gr. hier viele Sachsen zwangsangesiedelt.

Aber es gibt auch andere Herleitungen für den Namen Kaldenhausen: „Kalte Siedlung“ (althochdeutsch „calt“, gotisch „kalds“, westfälisch „kauld“ oder niederdeutsch „kold“, könnten darauf hinweisen.

Die Schreibweise der Ortsbezeichnung hat sich im Laufe der Jahrhunderte vielfach verändert. Letzter Streitpunkt war die Frage, ob ein „C“ oder ein „K“ als Anfangsbuchstabe genutzt wird.