Der historische Jahreskalender

Bei meinen Forschungen zum Thema „Geschichte/Chronik von Rumeln-Kaldenhausen“ habe ich irgendwann angefangen Notizen zu machen, bei dennen die Jahreszahl als roter Faden diente. So ist dieser Kalender entstanden, der hoffentlich lebendig bleibt und immer erweitert wird.

Kalender von Rumeln-Kaldenhausen

Vorzeit

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9.Jh          Erste Nennungen in den Werdener Urbaren (werden auf ca 890 geschätzt), mit Hinweis auf frühere Schenkungen)

12.Jh        Hohenbudberger Kirche entsteht.

13.Jh        Wasserburg Haus Dreven wird erstmals erwähnt

1392         Heinrich von Friemersheim verkaufte sein Erbrecht  bezüglich Rumeln an die Grafen von Moers

1472         Gründung der Nonnenklosters „Marienfelde“

31.03.1472 In der Stiftungsurkunde des Klosters „Marienfelde“ wird  der Hülsenhof erstmals erwähnt. Zu dieser Zeit wurde die Familie Roelken (Röltgen) auf dem Hof genannt.

1586         Spanische Truppen des Herzog von Parma durch Rumeln und nahmen Moers kampflos ein.

1590         Graf Hermann von Mörs tritt zum reformierten Glauben über. Rumeln wurde evangelisch (wes das Land, des der Glaube).

1590         Mühlenwinkel wird urkundlich erwähnt und erscheint als Mulenwinkel) auf einer Karte von Johann Mercator

1608       „Bauernsprach“ von Rumeln, eine Art „Ortsrecht“

1632       „Rommels Geylde Boik“ entsteht (Ortsrecht)

1642         Im Walderbenbuch des Mühlenwinkels ist vermerkt, dass in diesem Jahre „die Hessischen und Französischen die Dörfer Rumeln und Kaldenhausen liederlich niedergebrannt haben.“ – einschließlich des Klosters

1652         Das 52 Morgen große Gut wird bereits 1651 in den Lauersforter Pachtregistern als Kremersgut geführt. (gemeint ist Haus Giesenfeld)

1672         In einer Karte von van Heurdt 1672 erscheint der Hof (Haus Giesenfeld) als „Gieskessteon“

Nov 1673 Reinhardt von Preut auf Haus Kaldenhausen wird von einem französischen Soldaten erschossen. Damit war das alte Rittergeschlecht Proyt (Proyten, Preuten) im Mannesstamm erloschen.

1685         Durch Rheinhochwasser Überschwemmungen in Rumeln und Kaldenhausen.

1709         Durch Rheinhochwasser Überschwemmungen in Rumeln und Kaldenhausen.

1717        Theiß Giesenfeld wird als Besitzer von Haus Giesenfeld genannt.

1740         Durch Rheinhochwasser Überschwemmungen in Rumeln und Kaldenhausen (Nachdem der Rhein zuvor zugefroren war).

1741        Die beiden Söhne des Bauer Erkens, Hermann und Arnd, treten in den preussischen Herdienst (zwangsweise) und nahmen an den Schlesischen Kriegen teil.

1759         Rumeln muß eine ganze Kompanie Reiter einquartieren (im Rahmen des Siebenjährigen Krieges)

1776            Bau der Bockwindmühle im Weiler Hochfeld

1784         Durch Rheinhochwasser sehr starke Überschwemmungen in Rumeln und Kaldenhausen.

1792         Baujahr des ersten Rumelner Schulgebäudes

1795         Durch Rheinhochwasser Überschwemmungen in Rumeln und Kaldenhausen.

01.01.1799 Durch Rheinhochwasser sehr starke Überschwemmungen in Rumeln und Kaldenhausen. Sind durch Bauer Erkens in seinem Tagebuch beschrieben und dauerten bis zum 20.1.1799

1800         Der Hülsenhof ist der zweitgrößte Steuerzahler in der Bürgermeisterei Friemersheim.

1801         Abriss der Bockwindmühle im Weiler Hochfeld

09.02.1801 Nach dem Frieden von Luneville gehören Rumen und Kaldenhausen zu Frankreich. Sie gehören zur „Marie Friemersheim-Kanton Uerdingen – Arrondissement Krefeld, Department de la Roer“.

1803 Das Kloster „Marienfelde“ wird durch die französische Regierung sakularisiert und die Gebäude und Ländereien öffentlich versteigert.

1805         Auf einer Karte von Tranchot wird der Ort als „Rummelheim“ bezeichnet.

1813         Nach der Völkerschlacht von Leipzig wurden die rückeroberten linksrheinischen Gebiete der preußischen Militärverwaltung unterstellt.

1816         Rumeln hat 501 Einwohner

1823         In einer Liste anno 1823 wurden für Kaldenhausen ein Brauer, fünf Brenner und zwei Schankwirte genannt; für Rumeln ein Brauer, zwei Brenner und ebenfalls zwei Schankwirte.

1835         Errichtung des Kaldenhauser Kreuz als Erinnerung an die gelungne Flucht der letzten Nonnen aus dem Rumelner Kloster „Marienfelde“

1845         Der Rheindamm bei Uerdingen bricht. Kaldenhausen und Rumeln werden überflutet. Dazu gibt es eine Schilderung von Balthasar Kriens (Kriens-/Erkenshof). Derk Hüfken rettet die schwangere Frau von Bauer Pilgers und kommt bei Rettungsversuch mit dem Sohn ums Leben.

1846         Von 1846 bis 1904 stellt der Hülsenhof den Ortsvorsteher von Rumeln

1847          Eisenbahnlinie zwischen Rumeln und Kaldenhausen

15.10.1849 Die Eisenbahnstrecke Viersen – Krefeld – Uerdingen – Trompet – Homberg wird durch die „Ruhrort-Krefelder-Kreis Gladbacher Eisenbahngesellschaft“ in Betrieb genommen.

1850        Pickardt wir Bürgermeister von Friemersheim (bis 1878)

15.1 1.1855 Im Fahrrapport des Zuges VIII von Ruhrort nach Aachen heißt es, „dass zwischen Uerdingen und Trompet, da wo das Schulgebäude an der Bahn liegt und die Schuljugend auf dem Spielplatz versammelt war, von mehreren derselben mit Steinen nach dem Zug geworfen worden sei“. Ein Zugreisender war von einem der Steine getroffen worden.

Nov. 1858 An einer Furt durch den Aubruchsgraben werden die „Lauersforter Phalerae“ (römischer Militärschmuck) gefunden. Fast einmaliger Fund nördlich der Alpen.

1871         Rumeln hat 772 Einwohner

22.03.1871 Die Friedenslinde (Marienfeldschule) wird gepflanzt

22.05.1871 Die Friedenslinde. Sie wurde aus Anlaß der der Beendigung des deutsch-französischen Krieges von 1870/71 „durch die Hand des Ackerers Wilhelm Eikschlag“ gepflanzt, nachem Gemeidevorsteher Heinrich Röltgen die Festrede gehalten hatte. In der Schulchronik der evangelischen SchuleRumeln heißt es dazu, das „die Urkunde von diesem Akte in einer Champagnerboutaille unter den Wurzen des Baumes ruht.

1876         Schule Dorfstraße 19 wird errichtet.

1877 Der „Männergesangsverein Rumeln 1877″ wird in der Gastwirtschaft „Struck“ (Deutsches Haus bei Peter Heckmann) gegründet.

01.07.1881 In der Wirtschaft „Ratskeller“, Düsseldorfer Straße 78, wurde die erste Kaldenhausener Postagentur eingerichtet. Sie bestand bis 1927.

Nov 1882 Durch Rheinhochwasser Überschwemmungen in Rumeln und Kaldenhausen.

01.02.1884 Der RuFV Ziehten Tromped e.V. wird gegründet.

19.08.1886 Pfarrer Werschmann wird geboren. Er war vom 5.2.1934 bis zum 2.5.1964 Pfarrer von Kaldenhausen.

1888         Fertigstellung des Bahnhofes Kaldenhausen

1889         Grundung der Kriegervereins Kaldenhausen

16.02.1890 Auf dem Krienshof (neben der heutigen Zweigstelle der Stadtsparkasse Duisburg an der Dorfstraße) in Rumeln wird eine „Posthülfstelle“

1894         Eröffnung der evangelischen Schule Kaldenhausen. Erster Lehrer war Herr Tersteegen.

1895         Das Kriegerdenkmal (gestiftet vom Kriegerverein Kaldenhausen) wird an der Einmündung Giesenfeldstraße/Düsseldorfer Straße errichtet.(muß 1935 dem steigenden Verkehr weichen und ist seitdem hinter der Kapelle auf dem Rumelner Friedhof.

1895         Der Kriegerverein Rumeln wird gegründet.

17.09.1896 Die Hengststation des Rheinischen Landesgestüt Wickerath (2-3 schwere belgische Kaltblütler). Die Station befand sich im Gebäude der damaligen Gaststätte „Jägerhof“, heute Gaststätte „Zur Post“, Dorfstraße 60.

18.05.1898 Gründung der „Kegelgesellschaft – Einigkeit zu Hohenbudberg – Caldenhausen“

1900         Rumeln hat 876 Einwohner

1900         Gründung des Rumelner Turnverein 1900 e.V.

10.09.1901 An diesem Tag wurde in der „Posthülfstelle“ von der „Kaiserlichen Ober-Postdirektion Düsseldorf“ ein öffentlicher Fernsprecher eingerichtet.

21.12.1901 Der Rat der Gemeinde Rumeln beschließt eine neue Nummerierung der Häuser nach Strassen (bis jetzt waren die Häuser durchnummeriert!)

1903         Eisenbahnlinie zw. Duisburg über Rumeln nach Moers und weiter

7.03.1904 Dietrich Bonert wird Gemeindevorsteher von Rumeln

1905         Rumeln hat 1.016 Einwohner

1907         Kapelle auf dem Friedhof Rumeln wird fertiggestellt.

1908         Gründung des Pfarrbezirkes Rumeln (ev) zu dem auch Kaldenhausen, Hohenbudberg und Hagschinkel gehören.

02. 1909 beschloß der Gemeinderat von Rumeln, „im Garten des Hauptlehrers an der Nordseite der Dorfstraße“ ein neues Schulgebäude mit zwei Klassen zu errichten.
1910         Rumeln hat1.158 Einwohner

10. 1910 Die neue Schule an der Dorfstraße nimmt den Lehrbetrieb auf.
1911         Wurde die Straßenbahnlinie Düsseldorf – Uerdingen – Kaldenhausen uber Rumeln nach Moers weitergeführt.

08.1911 Erster Spatenstich zum Bau des neuen Gotteshauses St. Klara in Kaldenhausen
01.10.1911 Grundsteinlegung der neuen Kirche Sankt Klara in Kaldenhausen

1912         Fertigstellung der katholischen Kirche in Kaldenhausen

1918         Starker Sturm schädigt die Windmühle im Weiler Hochfeld, Umstellung auf Strom.

1919         Baubeginn Bahnhof Rumeln

02.10.1919 Die Gemeinde Kaldenhausen wird zur selbständigen Pfarre erhoben und Rektor Kirschbaum ihr erster Pfarrer (bis 1934)

1920         Eisenbahnlinie von 1903 wird hochgelegt.

16.11.1920 Gründung des Löschzug Kaldenhausen (Löschgruppe Kaldenhausen der Freiwilligen Feuerwehr Friemerheim)

17.07.1921 wurde die Verwaltungsstelle mit Standesamt in Kaldenhausen Nr. 153 eingerichtet.

1921         Fertigstelluung Bahnhof Rumeln

16.5.1922 Verkehrszählung B57: 164 Lastwagen, 55 Personenwagen, 291 Pferdefuhrwerke

08.02.1923 Löschgruppe Rumeln (Löschzug III der FF Rheinhausen-Friemersheim) wird im Lokal Bringsken (heute Gaststätte zur Post) in Rumeln gegründet.

1924         Der Radsportverein zu Kaldenhausen wird gegründet. Er bestand bis 1945.

1927         Umgemeindung des Hagschinkels und Hohenbudberg nach Uerdingen

1927         Die Postagentur Kaldenhausen wird zum Haus Düsseldorfer Straße 132 verlegt. Zunächst wurde sie von Jakob Grenz und später von seiner Schwester Käthe (ganz rechts) geführt. Sie bestand dort bis 1966

1929         Kriegerehrenmal vor der Kapelle auf dem Rumelner Friedhof wird errichtet.

1930        Gründung der „Theatergesellschaft Immer Treu Lebemänner von Hagschinkel“

1931         Die Poststelle „Rumeln-Hochfeld“ wurde eingerichtet, und zwar beim Kolonialwarenhändler Jokob Erkens, dessen Geschäft sich auf der Hochfeldstraße vor der Einfahrt in die Schillerstraße befand.

7.8.1933   Erster Spatenstich evangelische Kirche gegenüber Friedhof

5.10.1933 Grundsteinlegung evangelische Kirche gegenüber Friedhof

1934         Zusamenschluß der Freiwilligen Feuerwehr Rumeln und Kaldenhausen.

05.02.1934 Pfarrer Werschmann tritt sein Amt in der Kaldenhausener Sankt Klara Kirche an.

26.06.1934 Die 3 Glocken für die neue evangelische Kirche in Rumeln werden in einem festlichen Zug durch die Straßen geführt

30.06.1934 Dietrich Bonerts Amtszeit als Gemeindevorsteher von Rumeln endet.

01.07.1934 Dietrich Bonert wird erster Bürgermeister von Rumeln-Kaldenhausen

01.07.1934 Gemeindedirektor Karl Wischerhoff war vom 1. Juli 1934 bis zum 30. September 1968 – also fast 35 Jahre – erster Mann der Gemeindeverwaltung von Rumeln-Kaldenhausen

04.11.1934 Einweihung der evangelische Kirche gegenüber Friedhof

22.05.1935 Die evangelische Kirche an der Friedhofallee wird der Kirchengemeinde Rumeln übergeben.

1937         Anfahrtschacht Zeche „Fritz“ wird errichtet

1939         Im weißen Haus Dorfstraße/Burgweg (Kolonialwarengeschäft von Gerhard Paschmann) wird eine Poststelle errichtet (bis 1953)

31.03.1941 Dietrich Bonerts Amtszeit als erster Bürgermeister von Rumeln-Kaldenhausen endet

Feb. 1942 Die drei Glocken der evangelischen Kirche in Rumeln werden für Rüstungszwecke eingeschmolzen.

14.07.1944 Bei der Bombardierung (mit 2 Sprengbomben) von Sankt Klara gingen der wertvoll geschnitzte Hochaltar und die beiden ebenfalls geschnitzten gotischen Seitenaltäre aus dem Jahr 1875 verloren

1947/48    Sportplatz „Am Waldborn“ wird angelegt.

1949         Beginn der Siedlungsbautätigkeit in Kaldenhausen im Bereich Traarer Straße/Eichenstraße.

1950            Namensänderung von „Rumeln“ in „Rumeln-Kaldenhausen“

19.08.1950   Der Sportplatz „Am Waldborn“ wird feierlich eingeweiht.

1953         Rumelner Mühle stellt den Betrieb ein

1953         Postamt an der Potmannstraße wird eröffnet.

1953/54    wurde mitten im Feld das Clubheim der Turner (Kaldenhausen) errichtet.

11.11.1954 Hermann Krawinkel (links) war vom 11. November 1954 bis zum 29. März 1961 Bürgermeister von Rumeln

09.01.1955  Der FC Rumeln-Kaldenhausen wird in der Gaststätte „Ratskeller“ gegründet.

15.10.1955 Freudig wurde Gerhard Hülsen 1955 empfangen, als er als letzter Heimkehrer aus der Sowjetunion nach Rumeln zurückkam.

1957         Haus Dreven (Wasserburg) wird wegen der Erweiterung der Bayer-Werke abgerissen.

1957         Das Rumelner Rathaus wird eröffnet

1957         Im Toepper-See wurde ein Einbaum gefunden, der auf prähistorische Besiedelung hinweist.

11.1958 Letzte Straßenbahn auf der Linie Düsseldorf – Moers

1960          Der Angelsportverein „Gut Biss“ Rumeln-Kaldenhausen 1960 e.V. wird gegründet. (ASV Rumeln)

02.05.1964 Pfarrer Werschmann geht nach 30jähriger Tätigkeit in der Sankt Klara Kirche in den Ruhestand

1966         Das neue Postamt an der Giesenfeldstraße ist in Betrieb gegangen.

1967         Das Rumelner Rathaus wird durch den „Neubau“ erweitert.

1968         Rumelner Mühle wird gesprengt

1968         Abriss des Berns-Hof (Rumeln, B57)

70er Anfang: Abriss des ersten Rumelner Schulgebäudes

1970         Der Hülsenhof wird abgerissen

1972          Sportplatz „Am Waldborn“ wird grundlegend erneuert.

1973             Zeche „Fritz“ wird abgerissen

1974         Mit dem Bau des Vereinsheimes „Am Waldborn“ des Rumelner Turnvereins wird begonnen.

1981         Abriss des Otten-Hof (Kaldenhausen, Ecke Giesenfeldstraße/B57)

April 1981 Feuersteinabfall wurde im Mühlenwinkel gefunden (Hinweis auf prähistorische Besiedelung)

Ich hoffe mit diesem Kalender einen „Zeitstrahl“ über Rumeln-Kaldenhausen zu setzen.
Die Themenbezogenen geschichtlichen Zusammenhänge werde ich weiter im Kapitel „Geschichte“ abarbeiten.