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Bahnhofstraße

Hierbei handelt es sich um eine reine Verkehrsstraße, die ein Bindglied zwischen der Dorfstraße (Rathausallee) und dem Borgschenweg (Verbindung von Rumeln mit Rheinhausen und Friemersheim) darstellt. 

Bild aus 2008

 

Peter Dimmers zum Thema Bahnstrecke/Bahnhof:

 

"Bau der Eisenbahnstrecke Rheinhausen - Moers. 

         Als im 2. Weltkrieg die Homberger - Brücke zerstört wurde , ruhte der Personenverkehr vollkommen. Diese Strecke dient nur dem Güterverkehr. Ob bei Fertigstellung der neuen Homberger Rheinbrücke der Personenverkehr wieder aufgenommen wird , bleibt abzuwarten. 

        Mit dem Eindringen der Industrie um die Jahrhundertwende , insbesondere der Eisenindustrie , erschien es notwendig , daß die Eisenbahnlinie von Friemersheim über Trompet - Moers nach Kleve durchgebaut wurde. Schon seit 1865 war von der Kreisverwaltung Moers bei den zuständigen Ministerien Wünsche zur Aufschließung des Gebietes durch eine Sekundärbahn von Norden nach Süden vorgetragen. 1893 fanden Besichtigungen der ganzen Strecke statt. Es dauerte aber noch einige Jahre bis zur Ausführung. Die Erwerbung des Grund und Boden für das Eisenbahngelände bot viele Schwierigkeiten , dazu lag die Linienführung noch lange nicht fest. Durch das Gesetz vom 20. Mai 1898 gab die Staatsregierung die Ermächtigung zum Bau einer Eisenbahn von Rheinhausen nach Trompet. Dadurch erfuhr das Projekt Trompet - Kleve die notwendige Ergänzung. Die Grunderwerbskosten wurden vom Kreis Moers , Kleve und der Stadt Duisburg übernommen. Am 13.6.1899 wurde ein neuer Antrag zur Herstellung einer leistungsfähigen , den Bedürfnissen des wachsenden Verkehrs befriedigende Eisenbahn bis Kleve eingerichtet. 1901 wurde südlich mit dem Bau begonnen. Von denen im Bau begriffenen Staatsbahnen Rheinhausen - Trompet und Trompet - Kleve war die Teilstrecke Rheinhausen - Moers soweit hergestellt , daß sie am 23.12.1903 dem Verkehr übergeben werden konnte. An diesem Tage wurde der erste Rumelner Bahnhof eröffnet. 

         Die Staatsbahnlinie Moers - Kleve wurde am 15. August 1904 eröffnet. Der erste Bahnhof Rumeln war eine Holzbaracke. Als nach dem Weltkrieg 1914 / 18 trotz des wirtschaftlichen Niedergangs wieder größere Ansprüche an die Sicherheit des Verkehr gestellt wurden , erwies es sich als notwendig , die Strecke von Friemersheim bis Trompet hoch zu legen. 1919/20 , 21 entstand der Damm. Der alte Bahnhof verschwand und dient heute als Wohnhaus. Am 18.10.1921 wurde ein neues Bahnhofsgebäude an anderer Stelle errichtet , das in seinen inneren Einrichtungen den Erfordernissen der neuen Zeit und des immer anwachsenden Verkehrs genügte.

      Die Eisenbahn hat im Kriege 1939 / 45 gewaltige Leistungen vollbracht. Allerschwerste Rückschläge hat sie erlebt und ob sie sich noch einmal davon erholen wird , erscheint zweifelhaft. Schwere Konkurrenz sind die vielen Omnibuslinien der NIAG , die nach allen Richtungen seit 1945 durch das gesamte Kreisgebiet fuhren. Fast scheint es so, als ob das Zeitalter der Eisenbahn für den Personenverkehr , für den Nahverkehr vorbei ist. Dasselbe gilt auch für den Güterverkehr. Schwere Lastzüge rollen in immer steigender Zahl über unsere Straßen und Autobahnen.

 

Zahlen über verkaufte Fahrkarten in Rumeln Bahnhof 

 

1903

315

 

1916

38201

 

1929

28124

1904

12148

 

1917

47985

 

1930

23495

1905

12686

 

1918

49128

 

1931

17624

1906

14222

 

1919

23185

 

1932

12109

1907

20123

 

1920

25861

 

1933

9535

1908

25198

 

1921

25965

 

1934

10586

1909

24496

 

1922

30175

 

1935

11727

1910

26116

 

1923

2186

 

1936

13183

1911

27694

 

1924

3308

 

1937

13946

1912

29563

 

1925

29782

 

1938

16327

1913

30337

 

1926

31375

 

1939

14250

1914

23134

 

1927

31093

 

1940

15168

1915

27553

 

1928

29863

 

1941

21976