Die Schulgeschichte

 

Vorbemerkung

Diese kleine Abhandlung über die Rumelner Schulgeschichte ist auf Anregung durch Frau Christel Klingenburg entstanden.

Ausstellung: „Die Schulgeschichte Rumeln-Kaldenhausens“
von Christel Klingenburg
Die Recherchen und Ausarbeitungen der ehemaligen Ratsfrau Christel Klingenburg sind Grundlage für die folgenden Abhandlungen

Besonders hilfreich war auch das Buch „Vom Schulmeister Ra(o)pertz bis zur Hauptschule Im Kirchfeld“ (Klasse 10 1986).

Bei der Lektüre des Artikels werden sie bemerken, dass es noch einige Lücken gibt, wie beispielsweise die Zeit von 1937 – 1945. Mir ist es sehr daran gelegen möglichst viel der Rumeln-Kaldenhausener Geschichte zu erfassen und für die Zukunft zu konservieren. Sicherlich gibt es viele Menschen hier in Rumeln-Kaldenhausen, die mehr über die Schulen unserer Doppel-Gemeinde wissen.

Ich warte auf ihr Wissen, dass ich gerne mit Namensnennung (oder auf Wunsch auch ohne) weitergebe.
Einleitung

Die Schulgeschichte Rumeln-Kaldenhausens
Die Geschichte der Schulen in Rumeln-Kaldenhausen ist über 350 Jahre alt. Schon um 1600 gab es schriftkundige Bürger in Rumeln. Das Gildebuch aus dieser Zeit belegt diese Tatsache. Der erste urkundlich erwähnte Schulmeister ist Johann Fronland im Jahre 1664.

Fritz Jurjutz hat als Geschichtslehrer mit seiner 10. Klasse der Kirchfeldschule („Hauptschule Im Kirchfeld“) 1986 die Aufbereitung der Geschichte der Rumeln-Kaldenhausener Schulen eingeleitet. Die Ergebnisse wurden in einer Ausstellung in der Kirchfeldschule veröffentlicht und durch ein Begleitbuch ergänzt.

Nach dem Tod von Herrn Jurjutz wurde das Material vom Rektor Karl Kiesow in Verwahrung genommen und erst Ende der 90er Jahre des 20. Jahrhunderts durch Frau Christel Klingenburg wieder ins öffentliche Interesse gerückt.

Sie war es auch, die klargestellt hat, daß nicht ab 1726 der Unterricht im Gildehaus stattgefunden hat, sondern bis 1742 das Haus Dorfstarße 54 als erste Rumelner Schule genutzt wurde.

Frau Klingenburg hat mir freundlicherweise Ihre Forschungsunterlagen zur Verfügung gestellt und somit den Hauptbeitrag zur Erhaltung der Rumelner Schulgeschichte auf dieser Internetseite geleistet.

Danke Christel Klingenburg !!!

1600

Für diese Zeit ist noch keine Schule im Bereich der heutigen Gemeinde Rumeln-Kaldenhausen nachgewiesen, aber es gab „Das Gildebuch“ womit der Beweis erbracht ist das Rumelner Lesen und Schreiben konnten.

1641

Der Rumelner Schuldiener Johann Theodoris setzt einen Vertrag auf.

1650 – 1740

dorfstr.54

In einem angemieteten Zimmer in einem Haus an der heutigen Dorfstrasse 54 war wohl die erste Rumelner Schule untergebracht.

19.10. 1664

Am 19.10. heiratet Schulmeister Johann Fronland Gritte Timmermann. In der Schülerchronik der Kirchfeldschule (1986) werden andere Fakten genannt. Als Heiratsdatum wird der 21.11.1664 angeführt und die Braut heißt Gritte Dimmer von Neukirchen. Am 28.1.1871 läßt der Schulmeister von Rumeln Johann Fronland und Ehefra Gritte Trümmen (Hörfehler) den Sohn Diedrich taufen. Am 4.2.1665 (1675?) wird Sohn Willem getauft.
Johann Fronland stirb früh.Seine Witw heiratet am 15.5.1678 Hendrich Heinen aus dem Sittard.

16.11.1679

Der Schulmeister Samuel von Heimbach ist im Friemersheimer Kirchenbuch am als Taufpate bei Melia Fronland eingetragen

2.12. 1698

Als Taufzeuge wird am 2.12. Schulmeister Willem genannt

1726

Das Convent (Kloster Marienfelde) schließt einen Vertrag mit der Rumelner Gilde.

Die Gilde erhält einen Bauplatz am Ennen – Kämbken (jetzt Klosterstr., Ecke Burgweg.) Im Vertrag heißt es, dass es „ein schul zur lehr der jungen Kinderen“ im neuen Gildehaus geben soll.
Oft wird das Jahr 1726 als Geburtsjahr für die Rumelner Schule angesehen. In diesem Jahr ist aber „nur“ die Gründung einer Schule in dem noch zu errichtenden Gildehaus vertraglich vereinbart worden.